Kandidatenvorstellung am 11.01.2026
CSU Griesstätt stellt Team und Bürgermeisterkandidaten zur Kommunalwahl vor
Mit einer Auftaktveranstaltung ist der CSU-Ortsverband Griesstätt in die Veranstaltungsreihe zur Kommunalwahl am 08. März gestartet. Vorgestellt wurden die 14 Kandidatinnen und Kandidaten der CSU-Liste, angeführt vom Bürgermeisterkandidaten Josef Linner. In thematisch breit gefächerten Beiträgen ging es um die Zukunft der Gemeinde – von Landwirtschaft und Klimaschutz über Infrastruktur und Ortsentwicklung bis hin zu Ehrenamt und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Josef Linner – Bürgermeisterkandidat
Bürgermeisterkandidat Josef Linner stellte seine Motivation und seine inhaltlichen Schwerpunkte vor. Als Landwirtschaftsmeister und aktives Mitglied der Feuerwehr hob er die Bedeutung stabiler Strukturen im ländlichen Raum hervor:
„In der Landwirtschaft sind wir sehr gut aufgestellt.“
Auch beim Thema Sicherheit und Vorsorge zeigte er klare Positionen:
„Für Griesstätt wurde bereits ein Katastrophenplan aufgestellt, um die Versorgung an Kernpunkten, wie z. B. am Feuerwehrhaus, sicherzustellen.“
Landwirtschaft, Klimaschutz und Energie
Die Rolle der Landwirtschaft wurde von mehreren Kandidaten betont. Andreas Kriechbaumer machte deutlich:
„Landwirte stützen die Vereine durch die Verfügbarkeit tagsüber“
und ergänzte mit Blick auf den Klimaschutz:
„Auch in der Landwirtschaft gibt es viele Möglichkeiten die Energiewende zu schaffen“
Zur kommunalen Wärmeplanung erklärte Manfred Andraschko den aktuellen Stand:
„Die kommunale Wärmeplanung wurde abgeschlossen, die Projekte im Bereich Schule / Kindergarten / Gemeinde liegen aktuell auf Eis.“
Christoph Inninger zeigte Zukunftsperspektiven auf:
„Auch in Griesstätt können wir die Nahwärmeversorgung schaffen.“
Infrastruktur und Straßen
Die Infrastruktur war ein zentrales Thema der Veranstaltung. Georg Weiderer forderte konsequentes Handeln:
„Im Straßenbau müssen wir dranbleiben, es müssen Projekte nach und nach abgeschlossen werden. Nur Planen führt nicht zum Ziel.“
Er sprach auch konkrete Missstände an:
„Die Parkplätze ums Feuerwehrhaus sind ein Problem, es stehen nur zwei offizielle Parkplätze zur Verfügung.“
Kristina Deutsch stellte die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt:
„Beleuchtung und sichere Wege sind in Griesstätt vielerorts nicht ausreichend vorhanden.“
Christian Fink mahnte eine bessere Koordination an:
„Wir brauchen einen strukturierten Plan für die Projekte der Zukunft.“
Bauen, Wohnen und Gewerbe
Beim Thema Ortsentwicklung betonte Max Eser die Notwendigkeit von Entwicklungsspielräumen:
„Wir müssen den Außenbereich auch für Bauland in den Fokus nehmen.“
Er sprach auch soziale Aspekte an:
„In Griesstätt fehlt für Senioren eine Möglichkeit für das Alter, das Stichwort Seniorenwohnen wird zu wenig betrachtet.“
Zur wirtschaftlichen Basis der Gemeinde sagte er:
„Gewerbe ist essentiell für die Gemeinde, der Haushalt wird zu großen Teilen aus der Gewerbesteuer finanziert.“
Christian Fink ergänzte zur überörtlichen Zusammenarbeit:
„Kommunalpolitik endet nicht and den Grenzen der Gemeinde. Wir brauchen eine starke Stimme im Kreistag für den Norden.“
Ortsmitte und Eckerstadl
Ein intensiv diskutiertes Thema war die Entwicklung der Ortsmitte und des Eckerstadls. Sebastian Meier erklärte:
„Ein historisches Gebäude wie der Eckerstadl sollte saniert werden und für Veranstaltungen aufbereitet werden. Andere Gemeinden würden sich die Finger lecken, so ein Schmuckstück im Gemeindebereich zu haben.“
Zugleich hob er die Bedeutung des Miteinanders hervor:
„Gegensätzliche Meinungen und Kompromissbereitschaft sind essentiell in der Kommunalpolitik.“
Michael Albersinger merkte kritisch an:
„Für den Dorfstadl wurden die Vereine zu wenig gehört.“
Auch Georg Weiderer sprach sich für eine Nutzung aus:
„Der Eckerstadl sollte bei den Planungen für alle nutzbar gemacht werden.“
Ehrenamt, Vereine und gesellschaftlicher Zusammenhalt
Das Ehrenamt zog sich als zentrales Thema durch den Vormittag. Anton Freiberger betonte:
„Das Ehrenamt ist eine sehr komplexe Angelegenheit und es muss bestmöglich unterstützt werden.“
Er sprach auch die Zukunft von Schule und Kindergarten an:
„Aktuell haben wir noch die glückliche Lage einen Kindergarten und eine Schule im Dorf zu haben, aber wie sieht die Entwicklung langfristig aus?“
Florian Seemann ordnete die Krisenvorsorge ein:
„In der Krisenvorsorge ist Griesstätt gut aufgestellt, aber es ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.“
Christoph Inninger unterstrich die Bedeutung der Nachwuchsarbeit:
„Das Ehrenamt bei den Kindern stellt die Basis für unsere Gesellschaft dar.“
Wasser, Versorgung und Gemeindeentwicklung
Zur Trinkwasserversorgung erklärte Rudolf Liedl sen.:
„Der Wasserbeschaffungsverein hat den Wasserpreis in der Hand, ein sehr großer Vorteil.“
und ergänzte:
„Die Wasserversorgung ist über ein Notstromaggregat gesichert.“
Gerhard Hamberger blickte auf das Entwicklungspotential der Gemeinde:
„Wenn wir gemeinsam etwas anpacken, können wir viel erreichen, siehe Spielgerät am Kettenhamer Weiher. Das Potential der Gemeinde wird aktuell noch zu wenig genutzt.“
Kristina Deutsch betonte den gesellschaftlichen Zusammenhalt:
„Extreme Meinungen lassen sich durch gute kommunalpolitische Arbeit abbauen.“
und stellte klar:
„Wir müssen für Griesstätt das Beste herausholen“
Nach der dynamischen Vorstellung der Kandidaten bedankten sich Josef Linner und Max Eser noch einmal bei Moderator Alois Loferer, amtierender Bürgermeister in Bad Endorf. Loferer kandidiert wie Christian Fink, Josef Bichler und Kreishandwerksmeister Rudi Schiller für den Kreistag. Josef Linner formulierte abschließend noch einmal seine Ziele als Bürgermeister, Griesstätt verantwortungsvoll, bürgernah und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und warb für breite Unterstützung.

